The Winner Takes it All

Herzlichen Glückwunsch an den Gewinner des Quiz! Andreas, lass Dir die Flasche Wein schmecken, und vielen Dank für die Bereitstellung der Fotos! Und an alle anderen noch einmal vielen Dank für die rege Teilnahme!

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Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um etwas über den „Moppa“-Wein, den Andreas in seinen Händen hält, zu schreiben.

2017_Kalleske_Moppa_Shiraz-1

Bei diesem Wein handelt es sich um einen Shiraz, der ganz speziell verarbeitet wird und der mich seit meinem Beginn hier auf dem Weingut schon begleitet. Benannt ist dieser Wein nach dem Dorf, auf dessen Einzugsgebiet das Grundstück der Kalleske-Farm liegt. Es ist ein winziges Dorf, welches verwaltungstechnisch zu Greenock gehört.

Der Shiraz-Anteil dieses Weines stammt im wesentlichen Anteil vom Feld „Kym“. Benannt nach dem Bruder von Troy ist es ein ziemlich großes Feld (ich hab ewig gebraucht, um dieses abzulaufen und Samples zu nehmen) und es liegt direkt neben Kyms Haus, der Name ist also im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend.

Felder Moppa

Des Weiteren hat der Wein einen Anteil von 11% der Rebsorte Petit Verdot. Die Trauben dieser Pflanzen sind auffallend kleiner als die der anderen. Außerdem ist dies eine sehr spät reifende Rotweinsorte. Es wird wohl das letzte Feld sein, welches hier auf der Kalleske-Farm dieses Jahr geerntet wird.

Das eigentliche Besondere an diesem Wein ist jedoch, dass während des Gärungsprozesses im Fermenter Traubenschalen der Weißweinsorte Viognier beigemischt werden. Es sind nur die Schalen und nicht der Saft, die mit dem Shiraz vermischt werden. Hier ein Foto aus dem Fermenter mit der Nummer 1.

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Die Weißweinschalen haben schon über eine Woche Gärung hinter sich. Der Saft/Wein wurde abgepumpt, übrig blieben die Schalen (bzw. die Maische). Die Beeren des Shiraz werden, wie im Foto zu sehen ist, darüber gepumpt. Der Gärprozess benötigt erneut noch einmal ca. 8 Tage.

Beim Pump-Over wird alles ordentlich vermischt.

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Diese Vermischung soll dem Moppa eine ganz besonders fruchtige und frische Note geben.

Übrigens habe ich dieses rot-gelbe Gemisch gestern in der Presse gehabt.

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Der Wein befindet sich nun in einem der riesigen Tanks. Es fehlt allerding noch der Anteil des Petit Verdot.

Andreas kann ja mal berichten, wie ihm der Wein geschmeckt hat. Happy Tasting! 🙂

2 Kommentare zu „The Winner Takes it All“

  1. Komisch, wenn man per Google Maps genau das Feld sehen kann, auf dem die Trauben des Weines zu sehen sind, den man gerade trinkt. — Zuletzt geerntete und kleine Trauben, äh, schmeckt das Ergebnis süß, ich meine lieblich?

    1. Ich gehe davon aus, dass der Petit Verdot auch noch im Fermenter verarbeitet wird – demnach also das Ergebnis „trocken“ ist.

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