Von Kirchen, Kellern und Orgeln

Im Barossa Valley beginnt in den nächsten Tagen eine sehr spannende Zeit. Alle zwei Jahre findet im australischen Herbst hier das Vintage-Festival statt.

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Eine Auswahl der bisherigen Vintage-Festivals-Poster konnte man im Visitorcenter von Tanunda besichtigen. Der deutschsprachige Einfluss ist auch hier nicht zu übersehen.

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Für ein Wort scheint es jedoch keine direkte Übersetzung zu geben. Die folgende Definition habe ich später zufällig gefunden. 🙂

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Im Rahmen des Vintage-Festivals finden viele verschiedene kulturelle Events statt. Ich habe für den heutigen Tag eine Tour gebucht mit dem Titel „Kirchen und Keller“. In dieser Tour ging um die Geschichte und die kulturellen Ursprünge des Barossa Valleys, die untrennbar mit der Lutherischen Kirche sowie dem Weinanbau in Verbindung stehen. Die Gruppe war nicht besonders groß, es waren ca. 15 Leute. Mit einem Bus wurden verschiedene Kirchen und Weingüter angesteuert.

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Einiges war mir bereits bekannt (in diesem Blogeintrag habe ich bereits über die Geschichte geschrieben), einiges war mir aber auch neu und ließ sich wunderbar zu meinen bisherigen Erfahrungen ergänzen. Neben dem Besuch der einzelnen Stationen war dies auch die Möglichkeit, mit anderen sehr interessanten Menschen ins Gespräch zu kommen, um sich über diese spannende Geschichte des Barossa-Valley auszutauschen.

Neben der Landmeil Lutheran Church in Tanunda befindet sich das Grab von Pastor Kavel, der damals (wie beschrieben) die Auswanderung organisierte.

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Durch die heutigen Erklärungen wurde mit bewusst, dass der Grund für den Erhalt der deutschen Kultur in der Tatsache liegt, dass zur damaligen Zeit geschlossene Dorfgemeinschaften von Preußen nach Südaustralien ausgewandert sind. Man kannte sich untereinander, verschiedene Berufe und Fertigkeiten wurden aus Preußen mitgebracht. Die in Südaustralien etablierten Schulen standen in enger Verbindung zu den Lutherischen Kirchen. Bildung hat in der Lutherischen Gemeinschaft einen sehr hohen Stellenwert gehabt. Man propagierte die Lutherische Lehre, dessen Namensgeber bereits seinerzeit ein großes Interesse an der Aufklärung hatte und bekanntermaßen die Bibel ins Deutsche übersetzte. In der damaligen Gemeinschaft gab es keine Notwendigkeit, sich mit anderen Menschen außerhalb dieses Ökosystems auszutauschen. Dies hat zum einen den Vorteil gehabt, die Sprache und die Traditionen erhalten zu können. Gleichzeitig grenzte man sich aber auch von den anderssprachigen Gemeinschaften in Südaustralien ab. Ich habe mich im Vorfeld bereits gewundert, dass sich in dem kleinen Ort Tanunda mehrere kleine Kirchen befinden. Die Abgrenzung der Kirchengemeinde unter Pastor Kavel könnte dafür ein Grund gewesen sein. Nach seinem Tod löste sich dies jedoch etwas auf. Spätestens der erste Weltkrieg führte dann, wie bereits beschrieben, zu einem regelrechten Bruch, dem insbesondere die deutsche Sprache zum Opfer fiel.

In diesem Zusammenhang wurde heute übrigens ein Grab auf einem Lutherischen Friedhof nördlich von Nuri erwähnt. Diese Geschichte ist so skurril, dass ich beschlossen habe, dieses Grab kurz vor Sonnenuntergang noch aufzusuchen.

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Hierbei handelt es sich um einen Soldaten, der im 1. Weltkrieg für Australien an der Seite von Großbritannien in den Krieg zog und in Nordfrankreich gefallen ist. Allein die Tatsache, dass hier ein Australier mit deutschen Wurzeln an der Front deutschen Kämpfern gegenüberstand ist schon skurril genug, wie ich finde. Seine Familie hat seinen Leichnam überführen lassen und auf diesem Friedhof begraben. Bemerkenswerterweise wurde der Grabstein noch in deutscher Schrift verfasst. Ist das nicht bizarr?

Die heutige Tour machte an mehreren Stationen halt. Im Rahmen des Vintage-Festivals gibt es jetzt viele Einrichtungen, die die Geschichte des Barossa Valleys und insbesondere den landwirtschaftlichen Schwerpunkt thematisieren. Dieser primäre Wirtschaftssektor entwickelt sich aber auch hier weiter, neue Technologien gewinnen zunehmend an Einfluss.

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Eine weitere Station war heute die Soldiers Memorial Hall. Eine Veranstaltungshalle für ca. 250 Gäste ist an sich nichts besonders. Jedoch befindet sich in dieser Halle eine Orgel, die bis 1989 noch in der Adelaide Town Hall stand. Sie machte einer neuen Orgel Platz und wurde mit viel Aufwand nach Tanunda transportiert und dort wiederaufgebaut.

Nach ein paar wunderbar klingenden Kostproben und einer eindrucksvollen Erklärung der inneren Mechanik durfte jeder der wollte sich einmal selbst an der Tastatur probieren. Ich hatte bisher noch nicht viele Möglichkeiten, auf einer richtigen Orgel zu spielen. Als ich Bachs „Toccata und Fuge“ angespielt habe (mir sind leider nur die ersten Takte eingefallen :-)), brachte ich den Organisten auf eine Idee. Er zog sofort Bachs Noten aus seinem Fach, machte mit meiner 100%igen Übereinstimmung die Bemerkung, dass J.S. Bach der großartigste Komponist aller Zeiten gewesen ist, und spielte das wohl bekannteste Orgelwerk der europäischen Kunstmusik unter dem Beifall des übersichtlichen Publikums. Und mal ehrlich, wann hat man die Möglichkeit, Bachs „Toccata and Fugue in D minor“ aus dem Inneren einer Orgel zu hören? 🙂

Die letzte Station war das Barossa-Museum in Tanunda. Ich kannte dies bereits, da ich es an meinem ersten Wochenende besucht habe. Heute jedoch hatte ich die Gelegenheit, Don Ross kennenzulernen, er begleitete uns bereits auf der gesamten Tour.

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Er wird von den Leuten in dieser Gegend als der „Godfather“ der Barossa-Geschichte bezeichnet. Es ist unglaublich, was er für ein Wissen hat und wie viele Leute er kennt. Ich habe mich über so vieles mit ihm heute unterhalten. Natürlich kennt er auch die Kalleskes und möglicherweise kann er Lena und mir bei der Beantwortung einiger Fragen zu unserer Familien-Geschichte noch behilflich sein. 😉

The last Barrels

Heute war mein letzter Arbeitstag auf dem Weingut Kalleske!

Ich glaube, es ist in diesem Blog deutlich zu erkennen gewesen, dass ich in den letzten neun Wochen unglaublich viel Neues gelernt und erfahren habe. Ich bin Darren und Troy unendlich dankbar dafür, dass sie sich immer die Zeit genommen haben, mir alles ganz genau zu erklären – und das obwohl sie manchmal ziemlich busy waren.

Ich habe letztens in der Seppeltsfield Winery eine sehr gute Übersicht als Zusammenfassung gefunden.

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Die meisten der dargestellten Schritte konnte ich hier hautnah erleben oder sogar selbst durchführen. Das Abfüllen von Flaschen konnte ich in diesem Blog jedoch nicht beschreiben. Die Begründung dafür ist ganz einfach. Das Bottling, wie der Winemaker sagt, passiert in den anderen Monaten außerhalb der Weinlese, denn diese Zeit ist ohnehin ziemlich arbeitsintensiv.

Die Abfüllung von Flaschen erfolgt nicht auf dem Weingut. Aus den Fässern wird der Wein zunächst zurück in einen Tank gepumpt. Gegebenenfalls findet noch ein Blending statt, also das Vermischen verschiedener Weine, was in Europa auch als „Cuvée“ bezeichnet wird. Der Kalleske-Wein „Clarry’s GSM“ ist dafür ein gutes Beispiel. Anschließend kommt ein Tanklaster vorbei, der den Wein zur Abfüllung transportiert. Dort wird der Wein dann abschließend gefiltert und in Flaschen abgefüllt.

Meine letzte Aufgabe war heute das Abfüllen von 32 Fässern. Das Besondere daran – es war diesmal kein Shiraz sondern ein Grenache, der abgefüllt wurde. Im Glas leuchtet dieser rubinrot und er ist im Gegensatz zum Shiraz fast durchsichtig. Dieser Grenache wird nach vier Monaten im Fass, wie oben beschrieben, für das Blending des „Clarry’s GSM genutzt.

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So schnell geht die Zeit vorbei, dies waren meine Erlebnisse vom Weingut Kalleske. Es hinterlässt ein komisches Gefühl. Allerdings fällt es mir derzeit schwer, dies in Worte zu fassen. Ich glaube, die Intensität kommt später, wenn ich mich an diese Zeit erinnern werde.

Vielleicht fragen mich Einige, ob ich traurig bin, dass diese Zeit nun vorbei ist. Darauf würde ich antworten, dass der Zeitraum sich ja nicht einfach so verlängern lässt. Die Weinlese ist bestimmt durch den natürlichen Lauf der Dinge. Die Felder sind geerntet, die Maische ist gepresst. Das war’s! Und ich bin zufrieden, dass ich hier so viel an Erinnerungen und Erfahrungen mitgenommen habe, wie es mir irgend möglich war.

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Aber keine Angst – meine Zeit in Australien ist ja noch nicht zu Ende! 😉

Mungo National Park

Australien hat die gleichen Osterfeiertage wie Deutschland. Auch was die Tradition angeht kann ich zumindest für das Barossa Valley sprechen, Osterhasen und bemalte Ostereier sind hier überall genauso anzutreffen. Das ist schon bemerkenswert, denn diese Symbole der Fruchtbarkeit stehen ja eigentlich in enger Verbindung mit dem Frühling. Hier hält jedoch der Herbst Einzug, was anhand der Vegetation unschwer zu erkennen ist.

Ich habe die zusammenhängenden Feiertage genutzt, um zwei Nächte im Mungo National Park zu verbringen. Dieser Park liegt bereits in dem Gebiet, was die Australier als „Outback“ bezeichnen – also abseits der besiedelten und grünen Küstengebiete im Landesinneren.

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Die Strecke von meiner Unterkunft in Nuri bis zum Mungo NP beträgt 430 km und man benötigt dafür in etwa fünf Stunden mit dem Auto. Die letzten 100 km (etwas mehr als eine Stunde) müssen auf einer unbefestigten Straße zurückgelegt werden, die Aussis sagen: Dirt Road

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Man fährt und fährt und fragt sich die ganze Zeit, kommt da überhaupt noch was? 🙂 Auf der ganzen Strecke ist mir zweimal ein Auto entgegengekommen. Mobilfunkverbindungen funktionieren im Outback nicht mehr, ab Mildura gab es keinen Kontakt mehr zur Außenwelt.

Untergekommen bin ich die zwei Nächte in einer preisgünstigen Lodge, mit sehr einfachen Betten und Gemeinschaftsdusche, die auch von Campern genutzt wird. Außerdem bietet die Anlage ein Restaurant für Breakfast und Dinner. Abgesehen vom Offline-Status hatte ich also alles, was ich brauche. 🙂

Auch ein Emu konnte ich hier aus nächster Nähe beobachten.

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Das Gebiet umfasst mehrere ausgetrocknete Seen. Hauptattraktion ist der Lake Mungo mit der Walls of China.

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Diese „chinesische Mauer“ ist die östliche Abbruchkante des Sees, ein über 30 km langer Dünenhalbkreis mit bizarren Gesteinsformationen.

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Den Namen haben sich wohl Chinesen ausgedacht, die hier vor ca. 100 Jahren als Schafscherer in einer naheliegenden Schafzucht gearbeitet haben. Vermutlich hat der Anblick dieser Düne sie an die chinesische Mauer erinnert. Es ist gut möglich, dass diese Abbruchkante damals mehr wie eine Mauer ausgesehen hat. Allerdings veränderte die äolische Erosion (ja, das Wort habe ich gegoogelt :-)) das Aussehen stark. Die Düne soll angeblich pro Jahr um ca. 1,5 Meter nach Osten wandern.

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Übrigens wurden hier auch Relikte und Skelette der Aborigines entdeckt. Mit einem Alter von ca. 50.000 Jahren zählen diese zu den ältesten Zeugnissen der Aborigine Kultur.

Die Weite ermöglicht großartige Ausblicke, insbesondere bei Sonnenuntergang.

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In der Lodge-Anlage war ich nicht allein, ich bin sehr gut mit anderen Leuten (meist Australier) ins Gespräch gekommen. Zum Dinner habe ich immer das Angebot erhalten, mich mit an den Tisch zu setzen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Am ersten Abend erzählten mir die vier Leute am Tisch, dass sie aus Melbourne stammen und für die Anreise 1,5 h benötigt haben. Zuerst habe ich dies nicht weiter hinterfragt. Die Karte vor Augen hätte ich Melbourne jedoch viel weiter entfernt geschätzt. Die Auflösung war – sie sind nicht mit dem Auto angereist, sondern mit dem eigenen Kleinflugzeug. Direkt neben der Lodge-Anlage befindet sich ein Airstrip, eine befestigte Landebahn. Die Anreise erfolgt genauso unkompliziert wie mit dem Auto. Bevor die Vier am nächsten Morgen ihren Abflug machten zeigte mir der Pilot noch schnell sein Flugzeug.

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Happy Easter! Dem Osterhasen bin ich hier übrigens auch begegnet. 🙂

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Winemaker Lesson #14 – Driving Forklift

Kurz vor Ende meiner Zeit auf dem Weingut hat mich Darren mal rangelassen – an den Forklift (Gabelstapler). Damit wird hier so ziemlich alles transportiert. Das Fahren macht Spaß und ist eigentlich easy. Die Aktionen auf und mit der Gabel erfordern aber etwas mehr Fingerspitzengefühl. Die Gabel ermöglicht vier verschiedene Bewegungen: hoch/runter, kippen, seitwärts und drehen

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Ach ja – mit diesem Gefährt hätte ich gern noch länger ein paar Runden gedreht. 🙂

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The last Pressing is Depressing

Es war abzusehen, dass auch dieser Tag einmal kommen musste. Die letzte Pressung stand heute an, in einem Durchlauf wurde nacheinander der Inhalt aller fünf Fermenter gepresst. Das war’s, in diesem Jahr wird es hier kein Pump-Over und Pressing mehr geben.

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Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wie kommt eigentlich das letzte Stück vom Cake aus der Presse. Bisher haben wir dieses Stück immer in der Presse gelassen bis zum nächsten Durchlauf. Die Antwort war dann ernüchternd. Man drückte mir einen Schraubenzieher in die Hand zusammen mit der Äußerung „Digging“.

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Nachdem ich einige Minuten in dem Cake mühsam herumgestochert habe grinsten mich Darren und Troy an. Ich hätte es wissen müssen – Australian Kidding! Troy fuhr rückwärts mit seinem Auto an die Presse und entlud mehrere Beutel Eiswürfel. Total simpel und genial – der letzte Cake wird einfach mit Eis herausgedrückt, welches in die Presse gegeben wird. Easy!

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Nachdem der Cake entfernt wurde konnte ich zum ersten Mal die Presse von innen sehen.

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Über die Kidding-Aktion kann ich lachen, allerdings hinterlässt dieser letzte Tag meiner Lieblingsbeschäftigung schon einen tieferen mitunter melancholischen Eindruck.

Pressing is Done!

Ein Händler namens „Cab-Sauv“

Wie bereits beschrieben, die Ernte ist abgeschlossen. In den Fermentern befinden sich nun die Beeren der letzten Felder. Damit beginnt für mich jetzt allerdings eine sehr spannende Zeit, denn noch nie war die Variation der Weine in den Fermentern so groß wie jetzt. Da ich weiterhin mit der Aufgabe des Pump-Over betraut bin darf ich zweimal pro Tag ein Tasting von jeder Saft-/Weinsorte durchführen. Dabei kann ich dann sowohl olfaktorisch als auch gustatorisch die Veränderung der Zuckerlevel beobachten. 🙂 In meinem Portfolio befinden sich jetzt folgende Weinsorten: Grenache, Grenache (Old Vineyard), Zinfandel, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot. Bis Freitag letzte Woche hatte ich zusätzlich noch einen Durif im Angebot. 🙂

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Der Cabernet Sauvignon im Fermenter Nr. 11 stammt übrigens nicht direkt von der Kalleske-Farm, sondern von Tonys Grundstück, welches sich einen halben Kilometer entfernt befindet. Cab-Sauv, wie die australischen Weinmaker sagen, ist übrigens weltweit absoluter Spitzenreiter. Keine andere Weinsorte wird in so vielen Ländern angebaut wie der Cab-Sauv. Auch was die Gesamtzahl in Hektar weltweit angeht ist der Cab-Sauv ungeschlagen die Nummer 1. Somit ist zu erwarten, dass auch das Kalleske Weingut einen Cabernet Sauvignon im Angebot hat. Er trägt den Namen „Merchant“, zu Deutsch „Händler“.

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Eigentlich wollte man den Wein „Kym“ nennen (nach Troy und Tonys Bruder). Der Name war jedoch nicht passend und wohlklingeln für einen Wein. Somit suchte man nach einer Gemeinsamkeit von Kym und dem prominenten Vertreter der Familien-Geschichte Johann Georg. Man entschied sich dann für den Beruf des Händlers, denn sowohl Kym als auch J.G. handel(te)n mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Unser Johann Georg nutzte damals in Posen seine Reisetätigkeit als Händler übrigens zusätzlich noch in der Funktion des Botengängers der Lutheraner. Im Auftrag der Kirche sorgte er für den Informationsaustausch zwischen den einzelnen Kirchengemeinden. Wir vermuten, dass dieser frühzeitige Informationsgewinn bezüglich der Pläne zur Auswanderung nach Südaustralien der Grund war, warum sich J.G. zusammen mit seiner Familie bereits den ersten Aussiedlern auf dem Schiff „Prince George“ anschloss. Die meisten dieser ersten Aussiedler kamen nämlich aus Klemzig, unser J.G. stammte allerdings aus Tirschtiegel.

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Ich hätte übrigens noch eine andere Erklärung, warum man den Cabernet Sauvignon nach dem Beruf unseres Johann Georg benennt. Ein Wein, der so oft angebaut wird wie kein anderer, muss demzufolge auch die Weinsorte sein, die am meisten gehandelt und verkauft wird. Es wäre also sehr logisch und nachvollziehbar, diesem Wein „Merchant“ zu bezeichnen.

Vielleicht fragen mich einige Blogleser jetzt nach dem Geschmack. Tja, es ist ein Cabernet Sauvignon, wenn man diesen serviert oder verschenkt kann man eigentlich nichts falsch machen – man macht aber auch nichts Besonderes. Daher fällt auch mein Urteil weder positiv noch negativ aus. Cheers! 🙂